Ist euer Kind auch von Bildschirmen fasziniert? Keine Sorge, damit seid ihr nicht allein! Ab und zu etwas TV-Zeit ist nicht schlimm und oft die einzige Möglichkeit, für Mama und Papa mal in Ruhe einen Kaffee trinken zu können. Aber achtet darauf, dass die Zeit vor dem Bildschirm nicht zu lang wird!

Es gibt eine ganz einfache Lösung, um Kinder vom Bildschirm wegzubekommen und die heißt: spielen! Wir geben euch Tipps, wie ihr eure Kleinen wieder von TV und Co. losbekommt.

Kinder einer digitalen Welt

Unsere Kinder sind Kinder der Technik. Sie müssen sie beherrschen und nutzen, um sich in einer zunehmend digitalen Welt zurechtzufinden. Das bedeutet aber nicht, dass sie nur vor dem Tablet sitzen sollten.

Die meisten Eltern von Kleinkindern können dieses Szenario nachvollziehen: Das Kind sitzt vor dem Bildschirm und wenn sie das Gerät wegnehmen, kommt es zu Wutausbrüchen und Raufereien. Das ist nicht schön, aber erst mal verständlich. Schauen wir uns mal an, was in den Gehirnen von Kindern passiert, wenn sie ein technisches Gerät wie ein Handy oder Tablet nutzen.

Wenn euer Kind Spaß und Freude an einer Aktivität hat, bewirkt das die Freisetzung von Dopamin, einem Neurotransmitter, der ein Signal an den präfrontalen Kortex sendet. Die Botschaft, die dort ankommt, lautet: „Davon möchte ich noch mehr.“ Doch warum ist das so?

  • Die intensiven Farben, Töne und Bewegungen können die digitale Welt viel intensiver machen als die reale.
  • Außerdem ist die Interaktion mit einem Bildschirm, der so stark reagiert, für viele Kinder ein echtes Wunder.
  • Wenn Eltern die Bildschirmzeit stoppen, sinkt der Dopaminspiegel. Vor allem sehr junge Kinder wissen nicht, wie sie mit ihrer Frustration umgehen sollen, ohne auszuflippen.

In einer aktuellen Studie der University of Washington geben fast 40 Prozent der Eltern an, dass das Beenden der Bildschirmzeit immer in einem Streit endet.

Achtet auf das Verhalten eurer Kinder, um Alarmsignale frühzeitig zu erkennen!

Wenn die Fernsehzeit das Einzige ist, was eure Kinder motiviert, bedeutet das beispielsweise, dass sie das Interesse an anderen Aktivitäten verloren haben. Habt ihr das Gefühl, euer Kind hat das Bedürfnis, mehr als sonst fernzusehen? Dann ist das ein erstes Anzeichen für eine Abhängigkeit.

Die Abhängigkeit von Bildschirmen kann tatsächlich so stark werden, dass sie die sozialen Beziehungen in der Familie und unter Gleichaltrigen beeinträchtigt. Die Kinder erwarten dann oft, dass sie den Bildschirm auch dann nutzen können, wenn Familie oder Freunde zu Besuch sind. Keine Angst, soweit lassen wir es nicht kommen!

Tipps gegen übermäßige Bildschirmzeit

Kinder kommen in der Regel am besten mit klaren Routinen zurecht. Ihr als Eltern solltet deshalb konsequente Regeln aufstellen und festlegen, wie viel Zeit euer Kind täglich vor dem Fernseher oder auf YouTube verbringen darf. Dann schlagen wir vor, dass ihr etwas plant, das Spaß macht, wenn die Bildschirmzeit vorbei ist. Das kann zum Beispiel ein Spaziergang im Freien oder eine Fahrradtour sein. So können die Kleinen alternative Wege finden, um ihrem Ärger über die beendete Bildschirmzeit loszuwerden.

Wenn ihr wieder zu Hause seid, fangen die Wutanfälle wahrscheinlich wieder an. Jetzt hilft nur eines: ein attraktives Spielangebot!

Eisenbahnabenteuer statt Bildschirm

Wir alle können uns daran erinnern, wie magisch die langen Nachmittage waren, die wir mit dem Bau von Eisenbahnen verbracht haben. Damals haben wir erlebt, wie schön es ist, etwas mit den eigenen Händen zu erschaffen.

In der Tat stellt das Spielen mit Eisenbahnen eure Kinder vor viele Herausforderungen: Zunächst müssen sie planen, wo jedes Teil hinkommen soll – dann geht das Spiel weiter, indem sie Brücken, Tunnel, Bahnübergänge, Bäume, Gebäude usw. einbauen. Schließlich setzen sie den Zug auf die Schiene und lassen ihn losfahren, um unendliche Ziele zu erreichen.

Ein klassischer batteriebetriebener Zug, der tuckert und den Weg ausleuchtet, darf dabei auf keinen Fall fehlen! Lasst die Eisenbahn im Wohnzimmer stehen, sodass eure Kinder direkt weiter spielen können, wenn sie von der Schule nach Hause kommen. Jede Wette, dass sie gar nicht an den Bildschirm denken werden! Außerdem können eure Kinder jedes Mal, wenn sie mit der Eisenbahn spielen, andere Gleise bauen und so die Strecke erweitern. Kein Wunder, dass dieses Spielzeug bei allen Generationen so beliebt ist!

Mit dem Eisenbahn-Baukasten-Set werden eure Kinder viel Spaß haben! Denn damit lassen sich nicht nur Bahnstrecken, sondern auch eine Stadt bauen, durch die Passagiere und Fracht fahren können. Wie wäre es, wenn ihr aus Papier, Scheren und Stöcken Dekoration bastelt, die ihr in die Eisenbahnlandschaft integriert? Schon habt ihr aus dem Eisenbahnspiel ein Bastelabenteuer gemacht!

Wendet diese Strategie jedes Mal an, wenn eure Kinder das Tablet einschalten wollen. Ihr werdet sehen: Lange können sie der Macht des klassischen Spielzeugs nicht widerstehen!

Musik statt Tablet

Auch Musikspielzeuge sind eine gute Möglichkeit, eure Kinder vom Bildschirm abzulenken. Das Hören oder Spielen von Musik hilft ihnen, sich zu beruhigen, weil es den Cortisolspiegel – und damit das Stressniveau – auf natürliche Weise senkt.

Wie wäre es mit einer Trommel oder einem Klavier, um die Aufmerksamkeit eurer Kinder vom Bildschirm auf das Spiel zu lenken? Musikspielzeuge wie das Piano oder das Schlagzeug und Becken-Set eignen sich sowohl für kleine als auch für ältere Kinder. Mit realistischen Instrumenten wie der elektrischen Lern-Ukulele können sie eine musikalische Reise abseits des Bildschirms machen – und nebenbei auch noch ein Instrument erlernen. Denn die Ukulele verfügt über blinkende Lichter, die das Lernen im wahrsten Sinne des Wortes zum Kinderspiel machen.

Musik ist ein gutes Mittel, um Gefühle auszudrücken. Das Spielen mit Musikspielzeug kann sich deshalb auch positiv auf die Psyche eurer Kinder auswirken – indem es zum Beispiel dazu verhilft, Frust in Spaß umzuwandeln.

Dies sind nur zwei Beispiele für kreative Spielzeiten, die euch dabei unterstützen können, die Bildschirmzeit zu reduzieren. Aber das ist noch lange nicht alles! Werdet doch selbst mal kreativ und überlegt euch, wie ihr euren Kindern mit tollen Spielangeboten Alternativen zu Tablet und Co. bieten könnt.

Außerdem ist es wichtig, dass ihr als Eltern selbst ein gutes Vorbild seid, indem ihr öfter mal euer Handy weglegt. Ihr werdet sehen: Das tut auch euch ganz gut!